Unsere Rundreise führte uns heute in das etwa 130 Kilometer westlich von Bangkok gelegene Kanchanaburi. Hier befindet sich unser erstes Ziel des Tages, die berühmte Brücke am Kwai, die man aus Film und Fernsehen kennt.
Die meisten wissen fast nichts über die wahren Hintergründe dieser Brücke und die gravierenden Unterschiede der Filmfassung zum original Schauplatz. Offen gestanden gehörten auch wir bis zum heutigen späten Vormittag zu diesen "Unwissenden". Dazu aber etwas mehr Information weiter unten. Zunächst mal ein paar Eindrücke von der Brücke am Kwai.
Nach der Brücke stand ein Spaziergang durch die "Stadtmitte" Kanchanaburi's auf dem Programm. Hier bietet sich das typische Bild der thailändischen Kleinstadt. Beiderseits der Straße findet man neben kleinen Restaurants und Garküchen auch hübsch dekorierte Shops, Autowerkstätten und Geschäfte, in denen man die wichtigen Dinge des alltäglichen Lebens bekommt. Quasi ein Straßen-Shopping-Center. Natürlich gab es in den diversen Garküchen allerlei Spezialitäten, von den Herr Müller meinte, dass wir sie unbedingt probieren müssten. Wir waren sehr tapfer und es war alles sehr lecker!!!!
Nun zurück zur Brück am Kwai. Die Brücke gehört zur berühmt-berüchtigten Thailand–Burma Railway. Diese Bahnstrecke trägt den Beinamen "Todeseisenbahn". Im Zweiten Weltkrieg ließ die Kaiserliche Japanische Armee die Strecke von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen bauen, deren unmenschliche Behandlung ein Kriegsverbrechen darstellt.
Im Museum des Thailand-Burma-Railway Centre (leider Fotografierverbot) bekamen wir einen Einblick in die schauerliche Geschichte dieser "Todeseisenbahn". Unmittelbar neben dem Museum liegt der Heldenfriedhof. Es ist der größte Kriegsfriedhof der Alliierten. Hier sind 6991 alliierte Kriegsgefangene begraben (oder es wird ihrer dort gedacht).
Näher ins Detail zu gehen würde den Blog sprengen. Deshalb hier ein Link zu einer Seite in Wikipedia mit mehr Informationen für diejenigen, die mehr über diese Gedenkstätte erfahren möchten:
Vor der Abfahrt zu unserem nächste Ziel, der historischen Königsstadt Ayutthaya, gab es noch ein leckeres Mittagessen in einem kleinen Straßenrestaurant. Natürlich hatte Herr Müller wieder alles vorab perfekt organisiert.
Ayutthaya galt im 14. bis 18. Jahrhundert als eine der prachtvollsten Städte in ganz Südostasien und war die Residenz von insgesamt 33 Königen. Mit gemütlichen Tuk-Tuks wurden wir zu den verschiedenen Tempelanlagen gefahren. Die bedeutendsten Tempel von Ayutthaya befinden sich im Geschichtspark, der zum Unesco Weltkulturerbe zählt.
Um alles zu sehen (und zu verstehen), was dieser Geschichtspark zu bieten hat, bedarf es vermutlich mehrerer Tage. Da wir nur diesen Nachmittag hatten, haben wir uns auf die bedeutendsten Tempelstätten Wat Yai Chai Monkon und Wat Mahathat konzentriert.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehört der berühmte “Buddha im Baum”. Der abgeschlagene Kopf einer großen Buddhastatue wurde hier malerisch von den Wurzeln eines Baumes umwachsen. Sehr beeindruckend war auch der 40m lange liegende Buddha im Wat Lokaya Sutharam.
Die folgenden Bilder sind eine lose Zusammenstellung der Sehenswürdigkeiten.
Für das Abendessen hatte Herr Müller einen Besuch auf dem Nachtmarkt vorgeschlagen. Abgesehen von den frittierten Insekten (keiner hatte den Mut!!) gab es wieder einmal tolle einheimische Gerichte zu probieren. Von scharf bis süß war wieder alles dabei.
Zurück am Hotel gab es nebenan im Pub noch einen kühlen Absacker und das war's dann für heute.
Nach diesem lehr- und erlebnisreichen Tag ging es dann zügig ab in die Federn. Morgen geht es früh los, denn wir fliegen von Bangkok nach Chiang Rai, der nördlichsten Provinzstadt Thailands.
