Tag 7, Saint Maarten

Nach dem gestrigen Schock in Guadalupe bot sich uns heute bei der Ankunft in St. Maarten zum Glück wieder das typisch karibische Bild. 

Wir hätten eigentlich in Marigot im französischen Teil der Insel vor Anker gehen sollen, um dann mit Tendern an Land gebracht zu werden. Da allerdings für den Morgen relativ hoher Wellengang von
1 -1,5 Metern zu erwarten war, wurde die Route geändert. Wir wurden nach Philipsburg im holländischen Teil umgeleitet. Dort konnte das Schiff an der Pier anlegen.

 

Was nicht ganz so schön war ist die Tatsache, dass noch 3 weitere "dicke Brummer" mit uns im Hafen lagen. 

 

Man muss schon sehr charakterstark sein, um den Versuchungen speziell der Juweliershops an der langen Pier zu widerstehen.

Unsere "Angst" kein Taxi mehr für eine Inselrundfahrt zu bekommen, bewahrheitete sich zum Glück nicht. Ganz im Gegenteil. Mit Angela und ihrem Großraum-Chevy haben wir für unsere 4-stündige Rundfahrt für 27 USD pro Kopf (wir waren 7) einen sehr guten "Fang" gemacht. Sie fuhr uns nicht nur sehr sicher durch den wieder Mal chaotischen Verkehr, sondern hatte auch sehr viel Wissenswertes zu erzählen.

 

Bevor wir losfahren kurz ein paar Fakten zu St. Martin .

St. Martin ist eine hügelige Insel im Karibischen Meer, gelegen im Norden der Kleinen Antillen. In dieser Inselgruppe gehört sie zu den Inseln über dem Winde. Sie ist vulkanischen Ursprungs. Die höchste Erhebung bildet der Pic Paradis mit einer Höhe von 424 m. Der nördliche, größere Inselteil ist Teil des französischen Überseegebiets Saint-Martin. Der südliche kleinere Teil gehört zu den Niederlanden. St. Martin ist somit unter den bewohnten Inseln die kleinste durch Staatsgrenzen geteilte Meeresinsel.

Quelle: Wikipedia

 

Nachdem die Sitze im Chevy zur Zufriedenheit aller verteilt waren, konnte es dann auch losgehen. Der erste Teil der Strecke führte uns zunächst durch die "Hauptstadt" Philipsburg. Kurze Zeit später gäbe es dann den ersten Fotostop an einem sehr schönen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt

 

Zwischen den Stops bekamen wir von Angela alle möglichen Informationen über die Insel, die lokale Politik, die besten Restaurants und schönsten Hotels. Ein besonderer Dorn im Auge aber sind ihr  die sogenannten "Filthy Rich", übersetzt die "Stinkreichen". Die kaufen, zumeist mit Hilfe der entsprechenden Politiker, die bestgelegensten Grundstücke auf und setzen dann ihre tollen Villen drauf. 

Den nächsten Stop mit herrlicher Aussicht gab's an Bell's Lookout Point mit Blick auf die Cole Bay. Hier findet man auch die "Man on Chair" Statue. Sie soll das entspannte und gelassene Leben der Inselbewohner reflektieren. "Bewacht" wird sie von einem stolzen Hahn, der mit seinen Hennen den Hügel bewohnt. 

 

Was bei einer Rundfahrt über die Insel natürlich nicht fehlen darf, ist der wegen seiner Lage direkt in der Einflugschneise des Princess Juliana International Airport liegende weltberühmte Maho Beach. Angela nennt ihn allerdings den "Crazy Beach", denn hier ist der Teufel los, auch wenn mal kein Jumbo zur Landung ansetzt.

Wir hatten eine Dreiviertel Stunde Zeit, in der aber außer ein paar Kleinflugzeugen nichts größeres landete oder startete. 

 

Das nächstes Ziel der Rundfahrt war unser ursprünglicher Hafen Marigot. Auch hier hatten wir Zeit für einen halbstündigen Spaziergang durch die "Stadt". 

Wirklich viel zu bieten hat die Stadt nicht. Das meiste spielt sich rund um den kleinen Hafen ab und ist eher touristisch geprägt. Eine kleine Shopping Mall, eine Art Marktplatz mit Ständen, die überwiegend Bekleidung anboten und natürlich jede Menge kleine Restaurants und Bars entlang der Hafenpier.

An den warmen Ufersteinen hatte es sich ein hübscher Iguana gemütlich gemacht und schaute in die Welt hinaus. 

 

Den Abschluss der Rundfahrt bildete noch ein kurzer Besuch an der Orient- und Bikini Beach.

 

Zum Auslaufen haben wir uns ein Gläschen Champagner in der Sky-Bar auf Deck 14 gegönnt und den herrlichen Sonnenuntergang genossen. Morgen sind wir in San Juan, Puerto Rico. Da werden wir schnell vom Schiff verschwinden, denn es ist großer Wechseltag angesagt. Von dort geht es dann die nächsten 7 Tage zurück nach Miami.