Es war eine ziemlich kurze Nacht. Da wir bis 02:00 Uhr morgens in das neue Jahr gerutscht sind, blieb nur noch wenig Zeit für den Schönheitsschlaf. Aufgrund der garstigen Wettervorhersage für den Norden mit Sturm, Schneeregenschauer und möglichen glatten Straßen wollten wir uns spätestens um 7:00 Uhr auf den Weg nach Amsterdam zum Airport machen. Der Wettergott beließ es zum Glück bei etwas Seitenwind und Regenschauern, so dass wir pünktlich in Schiphol angekommen sind. Check-in und Sicherheitskontrolle liefen wie immer in Schiphol ohne Probleme.
An Bord der Boeing 737-Max 8 gabs dann die eher schlechte Nachricht vom Kapitän, dass Boarding und Beladung zwar erledigt seien, wir aufgrund von viel An-und Abflugverkehr von Airtraffic-Control einen späteren Slot zugewiesen bekommen haben. Wartezeit am Gate ca. 30-40 Minuten bevor wir starten können.
Nach einer knappen halben Stunde ging es dann endlich los. Sobald wir die dicke Schicht aus Regenwolken und Nebel durchflogen hatten, wurde die Welt wieder heller und wir konnten den sehr guten Service der Kabinencrew genießen.
Der weitere Flug verlief ruhig, durch die Wolken unter uns gab's nichts zu sehen und so konnten wir ein wenig versäumten Schlaf nachholen. Kurz vor Island brach die Wolkendecke auf und wir hatten im Anflug auf Keflavijk einen spektakulären Blick auf Island von oben.
Durch die Verspätung beim Abflug in Amsterdam fiel der Besuch in der Lounge in Keflavijk leider aus. Zum Glück wurde auf dem Weiterflug wieder etwas Leckeres zum "Dinner"serviert. Lottchen entschied sich für eine marinierte kalte Truthahnbrust und für mich gab es ein "göttliches" Schellfisch-Risotto mit Jakobsmuscheln und Garnelen.
Irgendwie war die Szenerie draußen etwas seltsam und schön zugleich. Beim Abflug war es fast schon dunkel. Doch als wir die Reiseflughöhe von etwas über 10.000m erreicht hatten, bekamen wir quasi einen dauerhaften Sonnenuntergang geboten, weil die südwestliche Route fast konstant an der Tag/Nacht Grenze entlang führte. Erst beim Anflug auf Miami - es war schon kurz nach 20:00 Uhr Ortszeit - wurde es richtig dunkel, abgesehen vom Lichtermeer der großen Stadt unter uns.
Am Boden herrschte wieder das typische Miami-Chaos. Immigration lief noch relativ gut (nur 45 Minuten), doch auf unsere Koffer durften wir über eine Stunde warten. Bilder gibt es davon keine, denn die Ami's sind schon fast paranoid, wenn es um Fotos im Bereich der Gepäckbänder oder gar bei der Immigration geht. Zum Glück klappte der Shuttle-Transfer zum Hotel problemlos. Einchecken und dann ab ins Bett, das war es dann für heute. Morgen gehen wir auf den Trip nach Titusville zum Kennedy Space Center. Dort bleiben wir 2 Tage.
