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Tag 11, Puerto Limon

Bei unserer Ankunft in Puerto Limon ging gerade die Sonne auf. Entgegen der Vorhersage, dass es heute reichlich regnen sollte, schien fast ausschließlich die Sonne. Für das Anlegemanöver an der Pier benötigten wir die Hilfe von zwei Schleppern Mit ihren Azimuth-Propellern sind diese Schiffe extrem wendig und können sich quasi 360° um die eigene Achse drehen. Das dadurch aufgewühlte Wasser im Hafenbecken lockte natürlich sofort einige der Fregattvögel an, die es hier zuhauf gibt.

Die Wettervorhersage vom Schiff traf - abgesehen von den Temperaturen - zum Glück nicht zu. Es war den ganzen Tag sonnig und trocken.

 

Nach dem Frühstück haben wir noch einen kleinen Rundgang auf Deck 12 gemacht. Von hier oben hat man einen sehr guten Ausblick auf die Stadt im Hintergrund. Neben uns auf der anderen Seite der Pier hatte die Silver Dawn von Silverseas Cruises festgemacht. Obwohl sie mit max. 770 Passagieren nur 130 Passagiere weniger Kapazität als die Explora II hat, wirkte sie doch deutlich kleiner.

 

Direkt nach dem Hafenausgang liegt der Parque Vargas, der "Stadtpark" von Puerto Limon mit einem Monument, das der Multi-kulturellen und Multi-ethnischen Gesinnung des Landes gewidmet ist.

Wenn man den Park durchquert, kommt man auf den sogenannten Boulevard. Das ist so etwas ähnliches wie bei uns die Fußgängerzone. Da heute Sonntag ist, haben aber die meisten Geschäfte geschlossen, trotz der 2 Kreuzfahrtschiffe im Hafen.

Der Boulevard endet an einer Art Hafenpromenade mit einer Ruine des ehemaligen Amphitheaters. Es hat definitiv schon bessere Tage gesehen.. 

 

Wir haben uns dann auf den Weg in die andere Richtung des Boulevards gemacht, der weiter in die Stadtmitte führt. Mit ganz wenigen Ausnahmen waren alle Geschäfte geschlossen und die Stadt wirkte irgendwie fast wie ausgestorben. Der Mercado Municipal war zwar geöffnet, doch nur ganz vereinzelte Verkaufsstände boten Waren an. 

 

Auf unserem weiteren Weg durch die Stadt gabs tatsächlich einen kleinen Supermarkt der geöffnet hatte. Recht viele Einheimische machten ihren Sonntagseinkauf und auch wir haben mal einen Blick auf das Warenangebot geworfen. 

 

Ein paar Schritte weiter hörten wir Musik, die offensichtlich aus einer Kirche kam. Also haben wir mal einen Blick riskiert und fanden eine gefüllte Kirche vor, in der eine Band live spielte. Irgendwie hatte dieser Gottesdienst eine fast schon fröhliche Atmosphäre. 

Von dort aus machten wir uns langsam wieder auf den Weg zum Schiff. Es war inzwischen sehr heiß und unser Wasservorrat ging auch dem Ende zu.

 

Für den Nachmittag hatten wir uns eigentlich einen Ausflug mit einem Taxi in die Umgebung von Puerto Limon vorgenommen? Leider ist draus nichts geworden, denn als wir nach einer kleinen Abkühlphase auf dem Schiff wieder am Hafentor ankamen, war weit und breit kein Taxi mehr. zu sehen. Am Morgen hatte man uns noch schöne Rundfahrten angeboten, die wir unglücklicherweise auf den Nachmittag verschoben haben. Offensichtlich machen auch die Taxifahrer am Sonntagnachmittag Pause. Somit kamen wir  nicht mehr in den Genuss,  die Umgebung von Puerto Limon zu erkunden.

Eine kleine Entschädigung gab's dann doch noch im Park, denn dort hatten es sich zwei Faultiere in den Bäumen bequem gemacht. Sie waren sehr gut zu sehen und zu fotografieren.

Auch die "Hafenpromenade" war jetzt am Nachmittag gut besucht. An den Verkaufsständen herrschte reges Treiben.

 

Morgen (Montag) ist ein Seetag auf dem Weg zu den Cayman Islands, wo wir übermorgen (Dienstag) gegen 8:00 Uhr vor Anker gehen sollen.