Tag 15, Miami

Kurz nach 6:00 Uhr heute morgen näherten wir uns dem Kreuzfahrthafen von Miami. Er ist einer der größten Kreuzfahrthäfen der Welt mit einer breiten kanalartigen Einfahrt. Der Blick auf die Skyline der Stadt, gerade um die Zeit, ist immer wieder spektakulär. Eine Stunde später haben wir dann planmäßig am großen MSC Terminal festgemacht.

 

Noch schnell ein wenig dösen, dann wurde es auch schon Zeit endgültig aufzustehen. Frühstücken, und dann runter in das Restaurant Med Yacht Club. Hier wurden die durchfahrenden Gäste, sogenannte "back-to-backs",  getrennt von den aussteigenden Gästen eingesammelt, um das Immigration-Prozedere zu absolvieren. Für die amerikanischen Staatsbürger war das nur eine kurze Passkontrolle, für den Rest bedeutete es das volle "Programm" mit Passkontrolle, Foto und Fingerabdrücken beider Hände. Das Ganze wurde notwendig, weil wir uns während der Kreuzfahrt außerhalb des amerikanischen Staatsgebietes befunden hatten. Grundsätzlich war das Ganze von Explora Journeys gut durchorganisiert.

Dummerweise machte aber das Computersystem der CBP - Customs and Border Police -, immer wieder Zicken, so dass keine Pässe elektronisch gelesen werden konnten. Damit verzögerte sich dieser ganze Prozess signifikant. Schlußendlich dauerte dieses Theater fast bis zum Mittag.,

Damit war unser Plan für heute, noch mal kurz nach Miami Beach rüber zu huschen, Makulatur. Zwangsläufig  haben wir den Tag dann ungewollt auf dem Schiff verbracht, denn wir hätten es zeitmäßig bis zum Auslaufen um 17:00 Uhr nicht mehr zurück geschafft.

Schließlich wurde die "Wartehalle" vom Restaurant - wurde für die Neuankömmlinge gebraucht - in's Café Crema auf Deck 5 verlegt, damit die Gäste gegebenenfalls mit Kaffee und/oder einem Imbiss versorgt werden konnten.

 

Mittagessen gab es heute im Buffet-Restaurant Emporium Marketplace. Das hat neben den vielen anderen Bereichen auch eine Grillstation. Dort gibts vom Steak bis zum Burger alles, was besonders der amerikanische "Gourmet" liebt.

Heute haben wir uns ausnahmsweise mal eingereiht und einen Cheeseburger sowie einen Texasburger bestellt. Fazit: Man kann ja sagen was man will, aber diese Kalorienbomben schmecken echt vorzüglich. Nur sind sie als Dauerernährung eher nicht geeignet, was man an vielen unserer einheimischen Mitreisenden deutlich sehen kann.

 

Für uns war der Burger eine einmalige Ausnahme. Das Angebot im Emporium ist extrem weit gefasst, es wird auch für's Auge toll präsentiert (Beispiele siehe unten) und es schmeckt hervorragend,  Selbst der "simple" Cappuccino zum Abschluss wird mit Liebe präsentiert. 

Pünktlich um 17:00 Uhr wurden die Leinen losgemacht, der Kapitän betätigte drei mal das Typhon, drehte das Schiff um 180° und wir folgten der Norwegian Jewel von NCL in Richtung Hafenausfahrt.  Damit begann der zweite Teil unserer Kreuzfahrt mit zunächst nord-östlichem und später südöstlichen Kurs an der Ostseite der Bahamas entlang Richtung St. Thomas in den US-Virgin Islands. 

So, jetzt ist erst einmal Funkstille bis wahrscheinlich Montag,, denn es folgen zwei Seetage. Momentan befinden wir uns auf der Höhe der Turks- und Caicosinseln, ein südöstlich der Bahamas im Atlantik gelegenes britisches Überseegebiet. Am Sonntagmorgen um 8:00 Uhr sollen wir in Charlotte Amalie auf der Insel Saint Thomas festmachen.

 

Und jetzt noch eine kleine Geschichte zum Abschluss für heute:

Beim Auslaufen aus Miami haben wir ein Paar aus Deutschland kennengelernt. In der Unterhaltung stellte sich heraus, dass sie im Unterallgäu zuhause sind und 18 Jahre in unserer ehemaligen Heimat Türkheim gewohnt haben. Inzwischen leben sie aber in Bad Wörishofen. Ungläubiges Staunen kam auf, als wir ihn erzählt haben, dass auch wir 20 Jahre in Türkheim gewohnt haben, mit Eintritt in die Rente aber unser Haus verkauft haben und nach Schwerin gezogen sind. Als wir ihnen dann noch unsere ehemalige Adresse in Türkheim genannt haben, vielen wir vier aus allen Wolken. Es ist einfach nicht zu fassen wie Zufälle so spielen, denn die Käufer unseres Hauses in Türkheim sind ihre besten Freunde. Natürlich konnten wir uns an die beiden erinnern. Es wurde sofort ein Foto gemacht und per WhatsApp nach Türkheim geschickt und es kamen herzliche Grüße zurück. Was für ein unglaublicher Zufall.