Guadeloupe sieht - aus der Vogelperspektive betrachtet –
wie ein Schmetterling aus und besteht aus den beiden
Hauptinseln Basse Terre und Grand Terre. Die Kreuzfahrtschiffe
legen in der zentral gelegenen Hauptstadt Pointe-à-Pitre auf
Grand Terre an. Dort gibt es zwei Anlegestellen für maximal
zwei große Kreuzfahrtschiffe.
Heute teilten sich die CLUB MED 2 - ein 5-Mast Großsegler mit
computer gesteuerten Segeln - , und die Explora II die Pier.
Die Club Med 2 ist das größte
Motorsegelschiff der Welt.

Bei der Anfahrt auf die Insel am frühen Morgen sah es auf den ersten Blick tatsächlich so aus, als hätte sich seit dem letzten Jahr etwas zum Positiven geändert.
Dieser Eindruck stellte sich nach dem Anlegen aber als Irrtum heraus. Nach wie vor bietet die Stadt, speziell in der unmittelbaren Umgebung des Hafens, ein schreckliches Bild. Verfallene Häuser, Straßen und Gehwege teilweise in einem schrecklichem Zustand. Dazu eine auffallend hohe Polizei-Präsenz.
Heute ist erstens Sonntag, zweitens ist es noch verhältnismäßig früh am Morgen. Da hält sich der Verkehr in den schmalen Straßen in angenehmen Grenzen.
Auch der riesige Place de Victoire war noch nicht "bevölkert". Einzige Ausnahme bildete die Prefecture, vor der sich ein paar Menschen tummelten. Wobei wir uns gefragt haben, ob französische Beamte tatsächlich am Sonntag arbeiten.
Auf unserem weiteren Streifzug durch die Stadt sind wir auch wieder an der kleinen Grotte de Massabielle vorbei gekommen. Nicht unweit davon haben wir uns auf ein privates Parkdeck "geschlichen", von dem man eine recht gute Aussicht auf die Stadt hatte. Einladend sah es nicht gerade aus.
Obwohl es Sonntag war, hatte der Gewürzmarkt geöffnet. Es duftete kräftig nach Curry und vielen anderen Gewürzen. Jeder Stand bot neben Gewürzen auch Obst, Gemüse sowie ganze Bündel von Vanilleschoten an. Natürlich gab es keinerlei Preisunterschiede!! Und auch die radfahrende Gruppe von Polizisten war wieder da.
Auf dem Rückweg zum Hafen haben wir noch einen kleinen
Abstecher durch eine der schmalen Einkaufsstraßen gemacht.
Inzwischen hatten alle Geschäfte geöffnet und es herrschte
reges Treiben in den Shops. Der letzte Schrei scheinen hier
offensichtlich Haarverlängerungen zu sein. Es gibt sie in allen
Größen und Farben.
Immer wieder sieht man Frauen neben einem Tisch mit billigen
T-Shirts und ähnlichem sitzen. Das Interesse an Kunden ist aber
nicht wirklich ausgeprägt. Zumeist sitzen sie eher lethargisch
auf ihrem Stuhl und starren auf ihr Handy.
Wir sind dann auch recht zügig zurück zum Schiff, denn es zogen immer mehr Wolken auf und der Himmel verdunkelte sich bedrohlich. Zudem wurde es unangenehm schwül.
Es dauerte auch nicht lange und der Himmel öffnete seine Schleusen. Zum Glück waren wir da schon wieder auf dem Schiff angekommen.
Nächstes Ziel ist morgen St. Lucia. So wie es aussieht, werden wir auf eigene Faust losziehen, denn die Ausflüge von Explora Journeys sind alle ausgebucht. Abgesehen davon sind sie einfach unverschämt überteuert. Dazu kommt auch noch, dass die Wettervorhersage für morgen sehr durchwachsen ist.
