Life is like a tantalising Book. But the one who does not travel reads only the first page

Tag 14/15, Auf See

Die letzte Phase unserer Expeditionsreise ist angebrochen. Von nun an geht es zwei Tage lang nach Süden und wir werden wieder etwas mehr Tageslicht bekommen. So können wir die norwegische Fjordlandschaft, die in immer neuen Gebirgsformationen an uns vorbeizieht, auch etwas länger bewundern. 

Nach einer ruhigen Nacht im Schutz der Inside Passage versprach der Kapitän in seiner "Morgenandacht", wie er es nennt, strahlenden Sonnenschein für den vorletzten Tag.
Er hatte auch gleich die ersten landschaftlichen Highlights der nächsten 2 Stunden parat.

Zum Beispiel Hornelen, mit 860 m Höhe eine der höchsten Steilklippen Europas. Zählt man noch die Wassertiefe von 230m im Fjord dazu, kommen wir auf eine Höhe von 1090 m. Die vorbeiziehende Landschaft mit den gewaltigen, bis zu 1000m hohen Fjordwänden, war einfach nur beeindruckend. Da wird einem sehr schnell bewusst, wie klein man als Mensch eigentlich ist.

Teilweise wurde es aber auch richtig eng, und die Fahrt des Schiffes musste deutlich reduziert werden. In solchen Abschnitten kam man sich vor, als wäre man auf einer gemütlichen Flußkreuzfahrt. Vermutlich sah die Brückencrew inklusive der Lotsen das Ganze völlig anders. Hier ist eine Auswahl an Bildern, die wir während dieser Fahrt durch die Inside Passage gemacht haben.

 

Auch der Donnerstagmorgen begann mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Fast hatte es den Anschein, als würde der Wettergott uns für die ersten stürmischen Tage entschädigen wollen.

Den ganzen Tag strahlte die Sonne vom Himmel. Nach dem Frühstück haben wir in der herrlichen Seeluft zunächst einmal einige Runden um Deck 9 gedreht. Der Blick schweifte immer wieder über die ruhig liegende blaue Nordsee. So ein Wetter hätten wir auch am Anfang der Reise gut gebrauchen können.

 

Am Nachmittag kam dann das unvermeidliche Koffer packen. Damit beginnt immer diese Phase der "zum letzten Mal's". Zum letzten Mal Softeis auf Deck 8, zum letzten Mal Abendessen im Hanseatic Restaurant, zum letzten Mal der Absacker in der Observation Lounge.............

Fazit:

Es war wieder eine Reise die dem Namen "Expeditionskreuzfahrt" alle Ehre machte. Nichts lief wirklich so ab, wie es die Routenstrategen bei Hapag Lloyd Cruises in Hamburg geplant hatten.

Norwegen im November, da ist das Wetter kaum vorhersehbar. Wir haben es  bereits am 2. Tag der Reise gemerkt. Ein Monster-Tiefdruckgebiet, welches sich zwischen Island und der norwegischen Küste befand, schmiss unsere gesamte Routenplanung über den Haufen.

Das Nordkap haben wir deshalb leider nicht erreicht. Tromsø war der nördlichste Punkt unserer Reise. Die Polarlichter zeigten sich auch nur sehr spärlich.

Aber spannend war es immer wieder, denn zumeist konnten wir nur 1-2 Tage nach vorne schauen bzw. planen.

Auf der anderen Seite können sicher nicht viele Kreuzfahrer von sich behaupten, schon mal bei Schneesturm in der Nacht in den engen Trollfjord eingefahren zu sein. Ein Wahnsinnserlebnis mit klatschnassem Parka, eisigen Fingern beim Fotografieren und Adrenalin bis in die Haarspitzen zwischen diesen riesigen, steil aufragenden Felswänden. Für uns das Highlight der Reise.

 

Hier nochmal die geänderte Route 

Wir hoffen, dass Ihr wieder viel Spaß beim virtuellen "Mitfahren" hattet. Wenn es Euch gefallen hat, dann merkt Euch schon mal den 09. Januar 2025 vor. Dann geht es für knapp 6 Wochen nach Florida, inklusive einer 14-tägigen Karibikkreuzfahrt auf der Explora I.

Bis dahin Alle Gute und bleibt GESUND!!!

Eure H&M

 

PS.: Eine Bitte haben wir noch:

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