Life is like a tantalising Book. But the one who does not travel reads only the first page

Tag 8, Tromsø

Nach einer ruhigen Nacht haben wir planmäßig um 6:00 Uhr heute morgen in Tromsø angelegt. Unser Liegeplatz ist sehr zentral, quasi mitten in der Stadt. Von hier aus sind es knapp 300m bis zur Fußgängerzone. Die ersten Blicke von Bord waren vielversprechend, denn der Himmel war klar (Nordlichter???) und es war mit -4° nicht ganz so kalt wie vorhergesagt.

 

Gestern hatte es hier wohl gegen Abend noch etwas geregnet. Der Frost der Nacht hat die Chance genutzt und Straßen und Gehwege gut vereist. Zwar hat man alles abgestreut, aber das Laufen war doch etwas beschwerlich. Deshalb sind wir mit einem Taxi auf die andere Seite des Hafen gefahren. Hier steht nicht nur Tromsø's Wahrzeichen, die berühmte Eismeerkathedrale, sondern hier befindet sich auch die Seilbahn, um auf den Storsteinen, den 420m hohen Hausberg von Tromsø, zu kommen. Von dort oben bietet sich eine atemberaubende Aussicht über die Stadt und die umliegenden Inseln. Hier eine kleine Auswahl der Fotos, die wir gemacht haben. Übrigens alle zwischen 11:00 - und 12:30 Uhr aufgenommen.

 

Wieder unten in der Stadt, haben wir noch einen kurzen Blick in die Eismeerkathedrale geworfen. Mit dem Bus ging es dann zurück in die Stadt und von dort zur "Mittagspause" zum Schiff. 

Auch in Tromsø wirft Weihnachten seine Schatten voraus. Die Innenstadt ist zu einem großen Teil schon weihnachtlich geschmückt

Zum Aufwärmen hat uns Christine noch in DIE Szenekneipe Tromsø's, die Ølhalle, auf ein Bier eingeladen. Ein uriges Lokal, in dem es sage und schreibe über 40 gezapfte Biersorten aus aller Welt gibt. Wir haben davon ein Spitzbergen Weissbier, ein Polar Pale Ale und ein Polar Dark Stout probiert. 

So schön der Tag bis dahin auch verlaufen war, die "schlechte" Nachricht kam beim PreCap für morgen vom Kapitän höchst persönlich. 

Die Wetterlage am Nordkap ist plötzlich umgeschlagen. Es herrscht wieder orkanartiger Sturm mit starkem Schneefall dort oben und die Behörden haben nicht nur den Hafen von Honningsvøg, sondern auch die Zufahrtsstraße zum Nordkap gesperrt. Deshalb muss unsere Route wieder geändert werden.

Wir fahren nicht weiter nach Norden, sondern verlassen Tromsø heute Abend in Richtung Süden nach Narvik und verbringen dort den morgigen Tag. Weiter geht es dann hoffentlich nach Harstad auf den Lofoten. Wie es danach weiter geht ist noch offen.

Nun ja, wir sind auf einer Expeditionskreuzfahrt. Da gehören Änderungen in der Planung quasi zum täglichen Brot. Das haben wir ja schon mehr als einmal erlebt.

Zur Seelenmassage hat uns der Wettergott schließlich noch ein paar, wenn auch dürftige, Polarlichter geschickt. Er weiß vermutlich selbst, dass da noch reichlich Luft nach oben ist. Aber immer noch besser als gar keine Sichtung.