TAG 19
Der heutige Tag auf See begann mit einem wahrhaft spektakulären Sonnenaufgang, der den Horizont in intensive Gold- und Purpurtöne tauchte. Der Anblick dieses Naturschauspiels vom "Inspiration Walk" im Bug des Schiffes bleibt haften, für lange Zeit!!! Das sich ein solches Schauspiel am Abend wiederholen würde, konnten wir da noch nicht ahnen.

Die HANSEATIC inspiration glitt an diesem Morgen ruhig durch
die glatte Oberfläche der tiefblauen Wassermassen des
Südpazifiks.
Kurz nach dem Frühstück tauchte am Horizont wie ein kleiner
grüner Fleck die Insel Tikopia auf. Tikopia ist die kleinste,
abgelegenste und südlichste bewohnte Insel der Salomonen, gilt
aber als polynesische Enklave. Sie ist das Überbleibsel eines
erloschenen Vulkans. Ihr höchster Punkt, der Mount Reani,
erreicht eine Höhe von 380m über dem Meeresspiegel.
Der Vormittag steht ganz im Zeichen "hochkarätiger"
Wissenschaft. Von den Experten werden diverse Vorträge je nach
Fachgebiet angeboten, die auch reichlich Zuspruch finden.
Viele haben dadurch ein Schauspiel am Bug verpasst, denn
während wir mit südlichem Kurs durch einen bemerkenswert
ruhigen Südpazifik gleiten, boten uns eine Schar von
Weißbauchtölpeln ein Schauspiel der besonderen Art. Diese
eleganten Jäger der Meere nutzen die vom Schiff aufgescheuchten
Fliegenden Fische für ihre Jagd. Es ist faszinierend zu
beobachten, wie die Fische in flachen Parabeln aus dem Wasser
schnellen und die Tölpel diese in waghalsigen Manövern
verfolgen. Die ruhige See und die dynamischen Flugmanöver
bilden perfekte Fotomotive. Uns ist leider kein guter "Schuß"
auf diese Szenerie gelungen. Einem der Experten ist aber das
folgende Bild gelungen, welches er uns freundlicherweise zur
Verfügung gestellt hat.

Ein weiteres Highlight des Tages war der "Sundowner" auf Deck 8 achtern. Mit Blick auf einen malerischen Sonnenuntergang haben wir den Tag auf dem Meer bei einem leckeren Cocktail ausklingen lassen.
Auch der Nachthimmel der südlichen Hemisphäre bietet ein fantastisches Bild.
TAG 20
Etwas spaßig ging es heute morgen am Pool zu, denn das Expeditionsteam wollte sich mit einem Bild von den Passagieren verabschieden. Es hat etwas gedauert, bis dass jeder seine Position gefunden hatte.
Ansonsten "plätscherte" der Tag so vor sich hin. Um uns herum war nichts außer ganz viel Ozean. An Deck herrschte ausgelassene Stimmung, denn beim Shuffleboard wurde „hart geshuffelt“. Ob Anfänger oder Profi – der sportliche Ehrgeiz war geweckt. Viele nutzten aber auch die Zeit für Vorbereitungen zur Heimreise, denn die letzten 2 Tage in Fiji hatten nochmal volles Programm. Und irgendwann müssen ja noch die Koffer gepackt werden😩😩.
Am späten Nachmittag gab's wieder die "Pflichtveranstaltung" PreCap, bei der wir von Christian die wichtigen Informationen für unsere letzten beiden Stops in Port Denarau und Lauteka erhielten.
Der Abend gipfelte im Captain’s Farewell Cocktail. Kapitän Ulf Wolter lud uns ein, gemeinsam auf diese außergewöhnliche Expedition anzustoßen. Der legendäre Shanty Crew Chor der HANSEATIC inspiration sorgte mit seinen kräftigen Stimmen für Gänsehautmomente, bevor die Stimmung im HanseAtrium ihren Siedepunkt erreichte. Es ist Tradition auf den Hapag Lloyd Kreuzfahrtschiffen, dass während des Farewell Cocktails die Seekarte mit der Reiseroute, handgezeichnet von einem Crewmitglied, versteigert wird. Das war auch heute wieder so. Zusätzlich gab es noch zwei weitere Andenken an die Reise zu ersteigern. Nun ist Kapitän Wolter nicht nur ein sehr guter Schiffsführer, sondern auch ein ausgezeichneter "Auktionator". Er heizte die Bieterlaune der Gäste massiv an, und so kam es unter lautem Jubel zu einem packenden Wettstreit. Die Gebote schaukelten sich in beeindruckende Höhen, was die Begeisterung und die Verbundenheit der Gäste mit dieser Reise unterstreicht. Schlußendlich wechselten die handgezeichnete Seekarte unserer Route für 6500€, eine kunstvolle Holztafel für 3000€ und ein ganz besonderes Relikt der legendären World Discoverer für 6000€ den Besitzer. Wichtig zu erwähnen wäre in diesem Zusammenhang noch, dass der Erlös der Versteigerung zu 30% an das vom Zyklon betroffene Dorf Pirumeri gegangen ist und zu 70% in die Bordkasse der Crew geht. Davon werden Ausflüge, Feiern oder anderweitige gemeinsame Aktivitäten der Schiffscrew finanziert.
