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Tag 23-25, Sydney II / Rückreise

Wie schon bei Beginn der Reise waren wir auch für die letzte Nacht wieder im Hotel Four Seasons untergebracht. Es war eine kurze Nacht, denn wir sind erst gegen Mitternacht im Hotel angekommen. Check-in war von Hapag Lloyd organisiert und unsere Koffer sollten direkt auf unser Zimmer gebracht werden. Dummerweise sind sie auf dem falschen Zimmer gelandet. Es dauerte dann noch ein Stündchen, bis die Koffer bei uns ankamen und wir endlich ins Bett krauchen konnten. 

Beim Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen zeigte sich der Himmel über Sydney eher von der grauen Seite, aber es war zumindest trocken.

Wie in Lautoka gehörte auch hier in Sydney eine Stadtrundfahrt zu unserem Abreisepaket. Abfahrt war für 12:00 Uhr geplant, somit hatten wir nach dem Frühstück noch Zeit für einen kleinen Morgenspaziergang.
Rund um Circular Quay war auch am frühen Morgen schon einiges los. Am zentralen Kreuzfahrt-Terminal in Sydney - er liegt direkt zwischen Opernhaus und Harbour Bridge - hatte ein Gruß von zuhause festgemacht.  Die Norwegian Spirit wurde 1998 von der Meyer Werft in Papenburg gebaut.

 

Da wir uns nicht zu weit vom Hotel entfernen wollten, haben wir uns primär rund ums Hafenviertel und im historischen Viertel "The Rocks" und den historischen „Finger Wharfs“ aufgehalten. Früher gab es dort große Lagerhäuser, heute hat man sie zu einem Kulturzentrum für Tanz und Theater revitalisiert. Außerdem wurden einige der Gebäude an den attraktiven Wasserfronten zu Wohnhäusern mit sündhaft teueren Apartments umgebaut.

 

Planmäßig um 12:00 Uhr begann dann die Stadtrundfahrt, die später am Abend am Flughafen endete. Zufälligerweise hatten wir mit "Margot" wieder die gleiche Stadtführerin wie am Anfang der Reise. Sie versicherte uns sogleich, dass sie uns nicht nochmal dorthin führen würde, wo wir schon bei der ersten Stadtrundfahrt zu Beginn unserer Reise waren.
Heute verbringen wir den Tag überwiegend in Manly, einem Vorort im Norden von Sydney.

Manly ist das entpannte Gegenstück zu "The Rocks" und bietet echtes Strandflair. Es liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Hafen und dem Pazifik und ist am besten mit der Fähre zu erreichen – eine Fahrt, die oft als eine der schönsten Hafenfahrten der Welt bezeichnet wird. Das können Lottchen und ich nur bestätigen, denn wir haben diese Fährfahrt bei unserem Besuch 2014 in Sydney genossen. Heute war die Fähre aus Zeitgründen leider keine Option. Unser Vorteil war aber, dass wir mit dem Bus direkt bis an den bei Surfern beliebten Hauptstrand "Manly Beach" fahren konnten. Vom Fähranleger muss man sonst noch ein ganzes Stück durch die Fußgängerzone laufen.

 

Weiter ging es anschließend zur Q-Station, einem historischen Juwel im Sydney Harbour National Park. Die Q-Station (kurz für Quarantine Station) ist einer der geschichtsträchtigsten Orte in Manly. Sie liegt auf einem Hügel am North Head im Sydney Harbour National Park und diente von den 1830er Jahren bis 1984 als Quarantänestation für Einwanderer. Damit wollte man Sydney vor eingeschleppten Krankheiten schützen, indem man ankommende Passagiere und Schiffsbesatzungen isolierte. Im Durchschnitt verbrachten die Menschen etwa drei Wochen (21 Tage) auf dem Gelände. Die tatsächliche Zeit richtete sich aber nach der Inkubationszeit der vermuteten Krankheit. Es konnten auch schnell 40 Tage sein. Dies war oft die maximale Dauer für Schiffe, die unter Verdacht standen, Seuchen wie die Pest oder Pocken an Bord zu haben. 

 

Heute ist Q-Station als einzigartiges Hotel, Veranstaltungsort und Museum bekannt. Zu dem Gelände gehört auch das Restaurant Boilerhouse Kitchen & Bar, wo für uns das Mittagessen vorbereitet war. Es gab ein exzellentes mehrgängiges, extra für unsere Gruppe zusammengestelltes Menü (siehe Speisekarte unten). Entsprechend lange hat es gedauert.
Ein Mitarbeiter des Museums hat uns nach dem  Essen durch das Museumsgelände geführt.

 

Die Mittagspause hatte sich dann doch etwas länger hingezogen, trotzdem war anschließend vor der Fahrt zum Airport noch etwas Zeit für einen kleinen Abstecher zu einem sehr schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die Skyline von Sydney. Der letzte Blick auf diese tolle Stadt, denn von hier aus ging es dann wirklich zum Flughafen. 

 

Je näher wir dem Flughafen kamen, umso ruhiger wurde es im Bus. Irgendwie hingen alle ihren Gedanken nach, sei es in einem ersten Rückblick auf die Eindrücke der vergangenen 3 Wochen, oder in der Vorschau auf die kommenden 30 Stunden im Flieger. Das übliche Prozedere bei Check-in und Sicherheitsüberprüfung verlief ohne Probleme. Die restliche Zeit bis zum Abflug haben wir in der Lounge verbracht, und kurze Zeit später saßen wir für den ersten Teil des Fluges bis nach Kuala Lumpur in unseren zum Glück sehr bequemen Sitzen des Airbus A350-900 von Turkish Airlines. Kurz nach Erreichen der Reiseflughöhe gab es noch etwas Leckeres zu essen, und ab dann hieß es nur noch durchhalten!!! 

Nach knapp 30 Stunden inklusive der Transferzeiten in Kuala Lumpur und Istanbul sind wir dann mit etwas Verspätung in Hamburg gelandet. Sei noch zu erwähnen, dass es beim Landeanflug auf Hamburg ziemlich windig und schaukelig war, sodass der Pilot sich entschied durchzustarten. Der zweite Versuch war dann offensichtlich erfolgreich, denn sonst säße ich jetzt nicht hier und würde den Blog endlich zu Ende bringen.

Für Birgit und Hartmut ging es dann direkt nach Hause. Lottchen und ich wurden von unseren Goldstücken aus Trappenkamp abgeholt. Sie hatten uns für die erste Nacht "Asyl" angeboten, was wir auch dankbar angenommen haben. 

 

FAZIT

Hinter uns liegen Tage voller Eindrücke, Begegnungen und Momente, die sich nur schwer in Worte fassen lassen. Der Südpazifik hat uns mit seiner Weite, seiner Ruhe und seiner unvergleichlichen Schönheit in seinen Bann gezogen. 

Während dieser Reise haben wir Inseln besucht, die wie kleine grüne Juwelen aus dem Meer ragen. Orte, an denen das Leben noch stark von Traditionen geprägt ist und wo Gastfreundschaft nicht nur ein Wort, sondern gelebter Alltag ist. Musik, Tanz und das Lächeln der Menschen haben uns willkommen geheißen. Mit ihrer Offenheit habe sie uns einen Einblick in eine Kultur gegeben, die tief mit der Natur und dem Meer verbunden ist. Die Schönheit der Natur und die Würde der Insulaner lassen niemanden kalt.

Viele Erinnerungen werden bleiben: die Fahrten mit den Zodiacs über türkisfarbenes Wasser, das leise Knirschen des Sandes unter den Füßen, während man an einem fast menschenleeren Strand entlangläuft. Es sind sicherlich auch die Sonnenauf- und -untergänge an Deck, bei denen oft Himmel und Meer in allen Farben von Gold, Rosa und Violett leuchteten. Und der Südpazifik hat uns auch daran erinnert , wie kostbar und zugleich wie empfindlich unsere Welt ist. Die Korallenriffe, die tropischen Wälder und die einzigartige Tierwelt sind Teil eines faszinierenden Ökosystems, das Schutz und Aufmerksamkeit verdient.

Jede Reise geht irgendwann zu Ende - doch sie hinterläßt immer spezielle Momente und Eindrücke. Es war schön, mal wieder mit Birgit und Hartmut zu reisen, die uns mit freundschaftlicher Hartnäckigkeit überhaupt erst zu dieser Reise überredet haben.

Ja, diese Reise war sicherlich keine Erholungsreise angesichts der langen Flüge, der Zeitverschiebung und vor allem den strammen Tagesprogrammen. Das sind unsere Expeditionskreuzfahrten aber eigentlich nie, egal wohin sie uns führen. Doch wir sind dankbar für jeden Moment davon. Und wenn der Jetlag nach der Rückkehr erstmal wieder überwunden ist, Geist und Körper sich wieder in der richtigen Zeitzone befinden, dann sind diese kleinen Begleiterscheinungen schnell vergessen.

Stand heute müsst Ihr Euch nun bis November gedulden. Dann geht es mal wieder nach Südafrika. Doch dazu gibt's zum gegebenen Zeitpunkt mehr Informationen.

In diesem Sinne gehabt Euch wohl, bleibt gesund und vielen Dank für Euer Interesse und die Kommentare über die diversen Medien. Bis zum nächsten Mal.
Eure Weltenbummler