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Tag 8-1, Ranon, Ambrym Island

Ranon ist ein kleines Dorf an der Westküste von Ambrym Island im Inselstaat Vanuatu. Die Insel gehört zur Provinz Malampa und ist weltweit bekannt für ihre aktive Vulkanlandschaft sowie ihre tief verwurzelten kulturellen Traditionen. Dazu gehört auch eine ausgeprägte Willkommenskultur, mit der wir auf der Insel empfangen wurden. Eine „Blumenkette“ aus geflochtenemBlättern ist Ausdruck dieser Tradition.

Für die Hanseatic Inspiration ist auch dieses Ziel ein sogenannter Erstanlauf. Das bedeutet unter anderem, dass entweder der Kapitän oder ein anderer hochrangiger Offizier mit dem Chief oder Dorfältesten Willkommensgeschenke austauscht. Von Seiten der Hanseatic Inspiration sind dies zumeist Dinge, die in der örtlichen Schule gebraucht werden. Natürlich dürfen auch T-Shirts und Kappen mit den Schiffsemblemen nicht fehlen!!

 

Das Leben in Ranon ist stark von der Natur geprägt. Die Bewohner leben hauptsächlich vom Anbau ihrer eigenen Nahrungsmittel wie Yams, Maniok, Bananen und Kokosnüsse. Fischfang spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, da das Dorf direkt am Meer liegt. Moderne Infrastruktur ist kaum vorhanden, und Elektrizität sowie fließendes Wasser sind oft nur eingeschränkt verfügbar. Dennoch zeichnet sich die Gemeinschaft durch einen starken Zusammenhalt und eine hohe Selbstversorgung aus. Es gibt allerdings eine Art „Krankenhaus“, in welchem Erkrankte, auch aus anderen Dörfern, behandelt werden.

Ambrym ist besonders berühmt für seine Vulkane, darunter Mount Marum und Mount Benbow, die zu den aktivsten Vulkanen im Südpazifik zählen. Diese prägen nicht nur die Landschaft mit schwarzen Lavafeldern, Stränden aus schwarzem Sand und Ascheebenen, sondern auch das Leben der Menschen, die seit Generationen mit den Naturkräften vertraut sind.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Region ist die sogenannte „Kastom-Kultur“. In Dörfern wie Ranon werden traditionelle Rituale, Tänze und Maskenzeremonien bis heute gepflegt. Besonders bekannt ist Ambrym für seine aufwendigen Sandzeichnungen und rituellen Masken mit oft spiritueller Bedeutung. Diese kulturellen Ausdrucksformen sind ein zentraler Bestandteil des sozialen Lebens und werden von Generation zu Generation weitergegeben.

Für uns wurde heute auf dem großen „Festplatz“ eine Vorführung von verschiedenen Kastom-Tänzen, bei den diese rituellen Masken getragen wurden. Diese Masken und die dazugehörige mehrschichtige Kleidung aus Blättern verlangt von den Tänzern eine unglaubliche Kondition, besonders bei den hiesigen klimatischen Bedingungen. Auch wenn der Platz von hohen Bäumen umsäumt ist, gibt es im Zentrum kaum Schatten. Wir haben zumeist im Schatten der Bäume gesessen, trotzdem lief der Schweiß in Strömen. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis und der geistige Horizont wurde heute vormittag mal wieder um Einiges erweitert.

 

Nach der Vorführung ging es fix mit dem Zodiacs wieder zurück zum Schiff, denn für heute Nachmittag stand mit Pentecost Island noch eine weitere Insel auf dem Programm.