Life is like a tantalising Book. But the one who does not travel reads only the first page

Tag 35, Walt Disney Epcot

Nach zwei Tagen Universal Studios stand heute noch ein Besuch bei Walt Disney im EPCOT Park an. Auf den ersten Blick hat sich in den vergangenen 32 Jahren nicht sehr viel verändert. Das meiste ist hinter den Kulissen passiert. Nach wie vor gibt es noch das Space Ship Earth am Eingang des Parks. Eine große „Silberkugel“, die den Erdball symbolisieren soll. Man wird darin in einem kleinen Wagen durch diese Kugel gefahren und bekommt die Evolution der Menschheit auf interessante Weise präsentiert. Inzwischen allerdings in stark komprimierter Form, denn seit 1992 als wir das letzte Mal hier waren, ist sehr viel passiert was die Entwicklung unseres Planeten angeht.

Ganz besonders schön wirkt das "Space Ship Earth" am Abend, wenn die Beleuchtung ständig wechselt.

 

Was für die "Kugel" gilt, das trifft auch für die sogenannten Attraktionen, oder wie man hier sagt „Rides“ zu. Dabei handelt es sich durchweg um „Fahrten“ in Simulatoren, die ähnlich wie Flugsimulatoren funktionieren. Wir sind zum Beispiel mit einem speziellen Space Shuttle auf eine Mars-Mission gegangen. Und ob Ihr es glaubt oder nicht, diese knapp 5 Minuten „Flug“ sind eine echte körperliche Herausforderung. Wir waren total geschafft, als wir aus dem Ding wieder raus waren. Aber es war super spannend!!!

Eine weitere wirklich tolle Sache ist der Simulator „Soarin' across the World“. Den haben wir gleich zweimal gemacht. Das Ding besteht aus drei länglichen Trommel mit je 10 Sitzen nebeneinander. Die Trommeln sind leicht versetzt übereinander angeordnet und werden beim Start angehoben, sodaß man regelrecht frei in der Luft schwebt und die Füße baumeln lassen kann. Dann wird man in eine riesige Halbkugel gefahren die als Leinwand dient, ähnlich einem IMAX-Kino. Nur in diesem Fall sitzt man nicht starr auf seinen Sitz, sondern die Trommel bewegt sich entsprechend der jeweiligen  „Fluglage“ . Selbst Beschleunigung und Abbremsen wirken absolut realistisch. Und so schwebt man ( "Soaring in Englisch), mehr oder minder schnell und rasant über die ganz besonderen Sehenswürdigkeiten dieses wunderschönen Planeten. Eine fantastische „Reise“, wenn auch nur simuliert.

Natürlich gibt es auch immer noch den großen runden See, um den 11 Länder angesiedelt sind. Es ist ein sehr schöner Spaziergang rund um den See, auch wenn es mit 30° und Sonnenschein schon ein wenig warm war. Aber über die Darstellung dieser Länder aus dem Blickwinkel der Amerikaner kann man wirklich nur den Kopf schütteln. In jedem Land gibt es neben typischen Bauten natürlich auch landestypische Gerichte und Getränke. So wird "Deutschland" als Bayern dargestellt und als landestypisches Gericht werden u.a. "Würstl mit Kraut". angeboten. Als Deutscher kann man sich beim Anblick dieser "Spezialität" nur Schütteln. Es ist mir leider nicht gelungen ein Foto davon zu machen, denn die Ami's standen in langen Schlangen vor dem Restaurantfenster. Und so spielt sich die Sache in jedem Land ab. 

Doch dieses Prinzip funktioniert für Disney, denn ehrlicherweise muss man gestehen, diese Methode ist eine regelrechte Gelddruckmaschine. Die Preise sind exorbitant. Als Beispiel: Für ein deutsches Bier 12,- USD, für dieses obskure Würstchen mit Kraut 11,50 USD.  Und ähnliches gilt für alle 11 Länder.

Kommen wir wieder zum schönen Teil des Tages. Zum Abschluss eines jeden Tages gibt es vom See aus ein gigantisches, computergesteuertes 20-minütiges Feuerwerk- und Laser Spektakel. Man muss den Amerikanern lassen, solche Sachen können sie wirklich gut. Was die da alles an den Himmel gezaubert haben was schon sehr beeindruckend.

Mit dem Ende des Feuerwerks schließt der Park so langsam seine Pforten. Alle, aber wirklich alle Besucher, haben sich natürlich um den See versammelt. Nun müssen diese Menschenmassen kontrolliert zum Ausgang des Parks manövriert werden. Aber auch diese Aufgabe managt das  Parkpersonal mit Bravour und großer Freundlichkeit.

Und damit endet dann auch unser letzter aktiver Tag dieses Urlaubs. Morgen geht es von Orlando nochmal rüber nach Cape Corel an die Westküste, denn wir haben den ganzen Tag Zeit bis zum Abflug um 21:45 Uhr Ortszeit in Miami. Da können wir noch ein wenig Sonne genießen bevor der Kälteschock kommt.