
Das Wetter war leider ein wenig gemischt heute morgen. Mehr Wolken als Sonne, jedoch angenehme 28°C. Aber das Wadi Bani Khalid war trotzdem ein tolles Erlebnis. Mit steil aufragende Felswänden, wunderschönen Palmenhainen und natürlichen Pools mit azurblauen Wasser, wenn denn die Sonne scheint. Ein farbenfroher Kontrast zu den ockerfarbigen Sanddünen, die wir am Nachmittag noch besuchen sollten.Schon der Weg zur Badestelle war spektakulär. Das gilt für die wunderschöne Umgebung, aber auch für den etwa 20 Minuten Fußweg vom Parkplatz dort hin. Es ist eine ziemliche Kletterei durch die Felsen, bis man die Badestelle erreicht. Aber es hat sich gelohnt!!
Die wichtigste Frage war: “ Gehen wir ins Wasser oder nicht”? Für mich war die Antwort klar, denn wann bekommt man schon mal die Gelegenheit, in einer Wüstenoase zum Schwimmen zu gehen. Lottchen hat nach einiger Überlegung verzichtet, denn der Einstieg ins Wasser war etwas kompliziert. Dazu kam, dass es zwar zwei kleine “Zelte” zum umkleiden gab (gegen Gebühr), diese aber auch permanent besetzt waren. Für uns Männer ist diese Prozedur doch deutlich weniger schwierig.
Das glasklare, leicht türkisfarbene Wasser war trotz geschätzten 25° sehr erfrischend und das Schwimmen zwischen den steil aufragenden Felswänden war einfach nur toll! Ich sollte vielleicht erwähnen, dass die Temperaturen bei knapp 30° lagen. Leider hatten wir nur eine knappe Stunde, denn der nächste Punkt im Programm wartete schon.
Das richtige Abenteuer begann dann gegen Mittag. An einer Tankstelle vor den Toren der Wüste in der Stadt Biddiyah wurden zunächst die Fahrzeuge gewechselt. Mit großmotorigen Allradfahrzeugen ging es dann zunächst in die Wüste zu einem Beduinen Camp. Nach einem herzlichen Empfang, traditionell mit Datteln und omanischem Kaffee oder Tee, gab es ein leckeres Mittagessen. Danach ging es weiter zum Safari Desert Camp, unserer Unterkunft für eine Nacht. Auf dem Weg dorthin bekamen wir bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf, was es heißt, durch die Dünen zu “heizen”.
Unsere Unterkunft fanden wir als eine Art runden Holzbungalow, mit einem großen Doppelbett, Moskitonetz und einem Bad ohne Dach!! Pinkeln unterm Sternenzelt und und am morgen duschen (mit kaltem Wasser!!) mit Sonnenaufgangsstimmung. Auch nicht schlecht!!”
Kurz vor Sonnenuntergang ging es dann auf Jeepsafari in die Dünen. Es folgte eine "Ritt" durch die Wüste mit viel PS, einem Fahrer der genau wusste, was er den unerfahrenen Touristen zumuten konnte und mit jeder Menge Spass. Auf der höchsten Düne in der Nähe des Camps wurden wir dann "ausgeladen", um den Sonnenuntergang zu beobachten und anschließend zu Fuss zum Camp zurückzukehren. Der Sonnenuntergang fiel allerdings optisch aus, denn eine große Wolkenwand schob sich zur denkbar ungünstigsten Zeit vor die Sonne. Somit sind wir dann barfuß durch den Sand wieder nach unten "gehüpft" und zum Camp zurückgegangen.
