Heute morgen sind wir in St. Barth vor Anker gegangen. Richtigerweise müsste es heißen: in Gustavia, der Hauptstadt der Insel Saint Barthélemy, eines der französischen Übersee-Departments. Die Insel wird in der Umgangssprache aber nur Saint Barth genannt.
Sie trägt auch den Beinamen "Insel der Milliardäre". Und nach dem ersten Blick über die Bucht weiss man auch gleich warum. Hier liegen überwiegend Mega-Jachten vor Anker. Selbst der kleine Hafen von Gustavia ist buchstäblich vollgestopft davon. Bildlicher Beweis kommt weiter unten!!
Das Wetter war sehr durchwachsen mit ständigen Wechseln zwischen Sonne und Wolken, garniert mit einem gelegentlichen Regenschauer. Leider führte das auch dazu, dass das Tendern deutlich erschwert war. Kurze Wellen mit einer Höhe zwischen 1-1,5 Metern ließen das Tenderboot sehr stark schwanken. Für den Umstieg vom Schiff zum Tender wurden viele helfende Hände gebraucht. Der Umstieg an Land war auch nicht viel einfacher, obwohl hier nur der Tender schwankte.
Bei der Überfahrt bekamen wir bereits eine Idee, warum die Insel ihren Beinamen trägt, denn es war ein kleiner "Slalom" durch die vor Anker liegenden Jachten.
Zur Abrundung gab es dann bei unserer Ankunft noch eine ordentlichen Regenguss.
Gustavia ist als kleine Stadt relativ überschaubar. Trotzdem herrscht auch hier - ähnlich wie in Charlotte Amalie - ein sehr dichter Verkehr.
Kaum hat man sich den Schildern folgend in Richtung Stadtmitte bewegt, kommen dann die ersten Aha-Erlebnisse bei den Blicken auf die Preisschilder in den Schaufenstern. Auch auf der Straße zeigt man natürlich gern was man hat.
Weicht man ein wenig ab von den ausgetretenen Touristenpfaden, dann hat Gustavia allerdings seinen ganz eigenen Charme. Es hat sich gelohnt, trotz Hitze (30°) und Schwüle (90%) einer steilen Straße bergauf zu folgen. Die Belohnung war ein grandioser Ausblick über Stadt und Hafen.
Auf dem Weg zurück zum Hafen ist uns dann noch eine süße Bewohnerin der Insel über den Weg gelaufen. Wobei gelaufen vielleicht etwas übertrieben ist.
Am Hafen angekommen haben wir natürlich auch noch die "Parade" der dort liegenden Mega-Jachten abgenommen.
Wieder auf den Pfaden der "Normalsterblichen" sind wir noch ein Stück die Promenade in Richtung Strand gelaufen. Dabei gab es noch das eine oder andere interessante "Spielzeug" zu sehen.
War es gestern der Regen, dann sorgte heute ein starker karibischer Wind für die Absage der "Sail Away Party". Mit viel Glück sind mir noch ein paar Fotos aus einer halbwegs windgeschützten Ecke gelungen.
Morgen sind wir in Point a Pitre auf Guadelupe, ebenfalls ein französisches Übersee-Department. Hier waren wir vor über 40 Jahren schon einmal, doch wir haben beide eigentlich keine Erinnerungen mehr daran.
