Es war heiß und schwül, als wir heute morgen die ersten Runden auf Deck 12 gedreht haben. Langsam kam der Hafen von Pointe-a-Pitre in Sicht und die Explora I startete ein 180° Drehung, um rückwärts "einzuparken". Am Pier lag bereits wieder so ein 4600 Passagiere Monster von der Mutterfirma, die MSC Virtuosa. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Präzision diese Schiffe bewegt werden können. Es war wirklich nicht viel Platz.!!
Guadeloupe sieht - aus der Vogelperspektive betrachtet – wie ein Schmetterling aus und besteht aus den beiden Hauptinseln Basse Terre und Grand Terre. Die Kreuzfahrtschiffe legen in der zentral gelegenen Hauptstadt Pointe-à-Pitre auf Grand Terre an. Dort gibt es zwei Anlegestellen für zwei große Kreuzfahrtschiffe. Die waren heute komplett in italienisch/schweizerischer Hand
Auch wenn es schon gut 40 Jahre her ist und unsere Erinnerungen an Pointe-à-Pitre eher vage sind, so hatten wir doch ein etwas anderes Bild im Kopf. Speziell in der unmittelbaren Umgegend des Hafens bietet die Stadt ein schreckliches Bild. Verfallene Häuser, Straßen und Gehwege in einem schrecklichem Zustand. Wir sind auf unserem Spaziergang quasi von einer Schockstarre in die nächste gefallen.
So gesehen war der Tag heute das krasse Gegenteil von Gestern.
Eine kleine Ausnahme war der Marktplatz. Da heute aber Sonntag ist, waren nur einige wenige Markstände geöffnet. Es wurden überwiegend Textilien, Souvenirs und Gewürze angeboten. Irgendwie machten die Verkäufer an den Ständen jedoch einen eher uninteressierten Eindruck. Es war eine sehr seltsame Atmosphäre.
Wir sind dann auch schnell weitergezogen, in der der Hoffnung, vielleicht doch noch etwas Sehenswertes zu entdecken. Die Hoffnung hat sich aber leider nicht erfüllt. Unser Spaziergang in Richtung Kirche fand dann auch recht schnell ein Ende und wir sind zurück zum Schiff.
Die Überlegung, eventuell mit einem Taxi noch in eine Art Inselrundfahrt zu machen oder zu einem naheliegenden Strand zu fahren, haben wir schnell wieder verworfen. Weder Fahrzeuge noch Fahrer machten einen besonders vertrauenserweckenden Eindruck. Somit haben wir den Rest des Tages lieber an Bord verbracht.
Hier noch ein paar weitere Impressionen unseres Rundganges.:
Morgen sind wir in Saint Maarten. Mal sehen was uns dort erwartet. Vielleicht klappt es ja dort mit einer schönen Inselrundfahrt.
