Tag 16/17 Seetage
Von den 2 Seetagen gibt es außer einer kleinen Überraschung beim Abendessen am 2. Seetag nicht wirklich etwas zu berichten.
Wir waren mit dem Hauptgang beim Abendessen fertig und in
freudiger Erwartung auf das Dessert. Wie immer im Fil Rouge
nehmen wir normalerweise das Tagessouffle zum Dessert, was an
diesem Abend Mango gewesen wäre. Urplötzlich stand allerdings
der Maître D die mit einigen Kollegen an unserem Tisch und
hielt einen Teller mit einem kleinen Schokoladenkuchen auf dem
eine Kerze brannte in der Hand. Dazu begannen sie, Happy
Birthday zu singen.
Völlig perplex haben wir diese Zeremonie dann unterbrochen und
gesagt, dass das wohl ein Irrtum sei, denn von uns hat heute
keiner Geburtstag. Es stellte sich allerdings heraus,
dass das Ganze wirklich "korrekt" war, denn Explora Journeys
hat die etwas seltsame Angewohnheit, den Geburtstag seiner
Kunden in einem Zeitfenster von einem Monat vor und einem Monat
nach dem eigentlichen Datum zu berücksichtigen? Also gab's
heute Abend anstelle von Soufflee Schokoladenkuchen zum
Dessert. Außerdem gab's am nächsten Tag noch eine Flasche
Champagner aufs Zimmer.

Tag 18, Charlotte Amelie, St. Thomas,
US-Virgin Islands
Pünktlich um 8:00 haben wir auf der Insel Saint Thomas in der Hauptstadt Charlotte Amalie zwischen der MSC Divina und der Norwegian Viva festgemacht.

Viel Platz war dazwischen nicht. Aber der Kapitän hat unser Schiff präzise und unfallfrei in der Lücke "eingeparkt"., wie das folgende Bild zeigt.

Die Erinnerung an St. Thomas war noch recht frisch von unserer
Reise mit der Explora I im Januar 2024.
Wie damals war unser erstes Ziel der Paradise Point auf dem
Hausberg von Charlotte Amalie. Dorthin kann man zwar laufen,
aber in Anbetracht der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit
haben wir uns dann doch für die Kabinenbahn entschieden.
Trotz der 2 anderen Schiffe, die jeweils 4600 und 3200
Passagiere an Bord hatten hielt sich der Andrang an der
"Talstation" in Grenzen. Die Fahrt zum ca. 220m hohen
Aussichtspunkt dauert etwas über 5 Minuten. Mehr dürfte es auch
nicht sein, denn mit 8 Personen in der kleinen Kabine wird es
zwangsläufig ein wenig "kuschelig".
Der Ausblick von dort über die Bucht, den Hafen und die Stadt ist einfach grandios. Das geniale Wetter trug sein übriges dazu bei. Strahlend blauer Himmel mit kleinen weißen Wölkchen garniert bei 28°.
Wieder unten angekommen sind wir genau wie letztes Jahr zu Fuß
los. Man muss die Gelegenheiten für ein wenig Bewegung einfach
nutzen. Diesmal haben wir den Weg über die sehr schöne
Promenade im Yacht Haven Grande gewählt. Diese liegt etwas
abseits der viel befahrenen Hauptstraße.
Die Insel Saint Thomas ist nach wie vor das einzige Gebiet in
den USA, in dem Linksverkehr herrscht. Trotzdem haben die
meisten Autos das Lenkrad wie bei bei uns und im Rest der USA
auf der linken Seite.
In der Stadt hat sich seit unserem letzten Besuch im Januar
2025 nichts geändert. Nach wie vor finden sich in den kleinen
Gassen Shop neben Shop. Hauptsächlich sind es Juweliere,
Parfümerien, Schnaps und Bekleidung. Alles was Rang und Namen
hat (Hilfiger, Boss, Rolex, Cartier, Luis Vitton, Prada etc..)
ist gleich mehrfach vertreten. St. Thomas ist zollfreies
Gebiet und entsprechend ist der Andrang der überwiegend
amerikanischen Kreuzfahrttouristen. Selbst die Öffnungszeiten
sind auf die Ankunfts-und Abfahrtszeiten der Schiffe
ausgerichtet. Das gilt in gleichem Maße für die zahlreichen
Restaurants, Bistros und Cafés. Und die Preise hier sind trotz
Duty Free gepfeffert und natürlich abgesprochen unter den
Händlern.
Wir sind gemütlich durch die Altstadt gewandert, haben die
Verkaufsattacken der vor jeder Shoptür postierten Türsteher
erfolgreich abgewehrt und die Kreditkarte stecken lassen.
Zurück am Hafen haben wir noch einen Henne mit ihren Küken entdeckt, die versuchte den spärlichen Schatten auszunutzen.

Etwas verfrüht haben wir Saint Thomas entlang der Südwestküste der Insel wieder verlassen. Unser Kapitän hat die Angewohnheit abzulegen, wenn alle Mann/Frau an Bord sind. Diesmal war es eine gute halbe Stunde früher als geplant.. Zum Glück hatte die Norwegian Viva hinter uns den Hafen bereits am frühen Nachmittag verlassen, so daß wir einfach nur zurücksetzen mußten.
Dann ging es langsam aus der Bucht heraus mit Ziel Pointe-à-Pitre auf Guadeloupe. Über Nacht für einen Tag zurück nach Europa, denn Guadeloupe ist ein französisches Übersee-Department. und somit Teil der EU.
