Tag 08, San Andrés

San Andrés ist eine kleine Koralleninselnsel im Karibischen Meer, die zum Staatsgebiet von Kolumbiengehört; Sie liegt rund 770 km nordwestlich der kolumbianischen Küste, aber nur 190 km östlich der Küste Nicaraguas. 

 

Warum Explora Journeys diese Insel als Ziel überhaupt anfährt, hat sich uns vor allem unter den gegebenen Umständen nicht wirklich erschlossen.  Zudem fanden wir am Abend vorher eine Information auf der Kabine, in der man uns versicherte, dass man die angespannte Situation zwischen Venezuela, Kolumbien und den USA sehr genau beobachtet. Wir könnten unbesorgt sein, sie sind vorbereitet und würden gegebenenfalls die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Darüberhinaus empfehlen sie uns, bei Landgängen keine Wertsachen mitzunehmen sowie die Handy's nicht offen zu zeigen. Das Ganze hinterließ bei uns schon einige ????

Dann kam auch noch die Info, dass wir nicht in der "Hauptstadt" an die Pier gehen, sondern vor einer kleinen Bucht an der Westseite der Insel vor Anker gehen würden. Das bedeutete, wir müssen tendern. Damit war unser eigentlicher Plan, die Hauptstadt San Andrés auf eigene Faust zu erkunden bereits hinfällig.

 

Schon der morgendliche Blick vom Balkon vermittelte gemischte Gefühle. Zum Glück sah das Bild auf der anderen Seite des Schiffes etwas beruhigender aus.

 

Zusammen mit Megan und Wayne sind wir nach dem Frühstück mit dem Tenderboot an Land gegangen. Auch hier stach die Polizeipräsenz am Anleger direkt ins Auge.

Ein kleines tanzende Empfangskommitee hieß uns herzlich willkommen. 

 

Abgesehen von der kleinen Stadt San Andrés ganz im Norden der Insel hat selbige kaum Infrastruktur. Sie ist eigentlich nicht in der Lage, den Ansturm von knapp 800 Kreuzfahrtpassagieren zu bewältigen. Die Idee, eventuell mit einem Taxi zur Hauptstadt zu fahren löste sich deshalb sehr schnell in Luft auf. Es gab nur ein paar Taxi's, die alle schon unterwegs waren und die Warteschlange war schon recht lang.

Wir haben uns schlußendlich für einen Spaziergang entlang der Küste entschieden. Das stellte sich als eine recht gute Idee heraus, denn es gab doch einiges zu gucken. 

 

Die Küste der Insel ist überwiegend vulkanischen Ursprungs. Die erkaltende Lava hat vor vielen Jahren (genaue Zahlen nicht bekannt) ein paar sehr schöne geologische Besonderheiten hinterlassen.

 

Im Verlaufe des Vormittags wurde es immer heißer. Das Thermometer stand bei 30° und die Luftfeuchtigkeit ließ sich mit über 90% auch nicht lumpen. Für uns das Zeichen, so langsam den Rückweg anzutreten. Wir sind an der Uferstraße entlang gegangen, denn dort war der meiste Schatten zu finden. Und doch es gab noch das eine oder andere fotografische Highlight.

 

Den Nachmittag haben wir mangels Alternativen an Land faulenzender Weise auf dem Schiff verbracht. Da alle Passagiere und Crew-Mitglieder bereits an Bord waren, hat sich der Kapitän für eine vorzeitige Abfahrt entschieden. Die Route führte auf südlichem Kurs an der Westküste der Insel entlang, was uns nochmal ein paar schöne Fotomotive bescherte.

 

Unser nächstes Ziel ist morgen die Stadt Colon in Panama. Dort haben wir einen Ausflug gebucht, der uns unter anderem auch zur atlantikseitigen Einfahrt in den Panama Kanal führt. Doch davon dann später mehr.