In Trondheim wurden wir von einem herrlichen Sonnenaufgang begrüßt. Der Weg in den Hafen führt durch den Trondheim Fjord im Bogen um eine Festung herum, die in ihrer Form stark an Alcatraz erinnert.
Zwei Postschiffe der neuen Konkurrenz zur Hurtigruten Rederei - Havila Kystruten - trafen sich unweit von uns. Und davor brummte ein kleines unbemanntes Testboot, bei dem mit KI das autonome steuern getestet wird.
Leider verschlechterte sich das Wetter relativ schnell nach unserer Ankunft. Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und Regen machten das Laufen in der Stadt äußerst beschwerlich. Stellenweise waren die Fußwege völlig vereist und nur hier und da war mit Split gestreut worden. Das galt vor allem für die Bereiche, die nicht unmittelbar zur Stadtmitte gehören.
Da Marion und ich im September 2023 ausgiebiges Sightseeing in Trondheim betrieben haben, lag der Fokus dieses Mal mehr auf der City. Weihnachten warf hier seine Spuren voraus, denn überall waren Bereiche für den Aufbau der diversen Weihnachtsmärkte abgesperrt.
Ein Riesenrad war aber schon in Betrieb, und so haben wir die Chance genutzt, dem Regen zu entkommen und Trondheim von oben zu betrachten.
Das Wetter wurde eher schlechter als besser, und wie schon öfters auf unseren gemeinsamen Reisen kannte Christine ein nettes Café für eine kleine Regenpause. Der Weg dorthin war gleichsam ein kleiner Stadtrundgang im Zentrum von Trondheim. Als erstes kam unübersehbar der mächtige Nidaros Dom, Norwegens Nationalheiligtum, in den Blick. Der graue Riesenbau wirkte bei diesem Wetter noch düsterer als sonst. Über die alte Stadtbrücke Gamle Bybroen kamen wir nach Bakklandet, Trondheims altes Stadtviertel mit seinen alten Holzhäuser, die ursprünglich Arbeiterhäuser waren. Sie wurden restauriert und zu Wohnungen, Geschäften und Restaurants umfunktioniert. Hier befand sich das kleine Café und wir haben eine kleine "Trocknungspause" eingelegt.
Nach der Kaffeepause ging es dann mit dem Shuttlebus zurück zum Schiff. Für den Rest des Nachmittags war Faulenzen angesagt.
Um 16:00 Uhr, es war bereits dunkel, ertönte 3x das Hupen des Typhons und die Auslaufmelodie erklang. Unser letzter Landgang dieser Reise war Historie und die Hanseatic Spirit nahm Kurs auf Hamburg. Zwei volle Seetage werden wir brauchen, bis wir Freitagmorgen in der Früh in HH anlegen.
Am Abend wartete nochmal ein kulinarischer Genuss im französischen Spezialitäten-Restaurant l'Esprit auf uns. Es war natürlich wieder exzellent.
Als wir aus dem Restaurant herauskamen, hatte sich die Rezeption in eine Eis-Bar mit diversesten Absackern verwandelt. Wer kann da schon nein sagen. Also gab es noch das eine oder andere leckere Getränk, bevor dann endgültig Feierabend für heute war.
Morgen und übermorgen haben wir 2 Seetage auf dem Weg nach Hamburg. Wir hoffen sehr, dass der Wettergott uns - im Gegensatz zum Beginn der Reise im Skagerak - gnädig ist und etwas weniger Wind und Wellen produziert. Ob das geklappt hat erzählen wir Euch spätestens am Donnerstag.
PS. Sorry Lieblingsschwägerin, ich hänge etwas hinterher mit Deiner Frühstückslektüre. Habe es leider nicht früher geschafft
