Im gestrigen PreCap gab es wieder die ersten Informationen zu unserem nächsten Ziel, der kleinen Insel Malo, die der Hauptinsel Nendö vorgelagert ist.
Nendö ist die größte Insel der Santa-Cruz-Gruppe im äußersten Osten der Salomonen und liegt rund 400 Kilometer vom Hauptarchipel der Salomonen entfernt. Nur wenige Kilometer vor der Nordküste Nendös liegt Malo Island, eine kleinere, aber ebenso reizvolle Insel. Sie ist von weißen Stränden und türkisfarbenem Wasser umgeben und wird von einer kleinen Gemeinschaft bewohnt, die für ihre Freundlichkeit bekannt ist. Malo Island gilt als eine Art Außenposten von Nendö - ruhig, ursprünglich und voller Charme. Besucher werden hier mit offenen Armen empfangen.
Doch vorher gab es noch eine Überraschung. Kapitän Ulf Wolter meldet sich mit einem weiteren Highlight der Reise. Wir erreichen gegen 12:00 Uhr die Insel Tinakula, eine kreisrunde unbewohnte Vulkaninsel. Der dortige Stratovulkan gilt als einer der aktivsten der Region und bricht seit seiner Entdeckung im Jahr 1595 regelmäßig aus. Dieser höchst aktive Stratovulkan erhebt sich mit einer Höhe von 851 Metern steil über den Meeresspiegel wobei seine eigentliche Basis in einer Tiefe von etwa 3.000 bis 4.000 Metern auf dem Meeresgrund liegt.

Während wir den Vulkan in sicherem Abstand passieren, informieren uns unsere Experten über die Bordlautsprecher ausführlich über die geologischen und biologischen Besonderheiten. Aber offen gestanden, es fällt schwer diese Informationen tatsächlich wahrzunehmen bzw. zu verarbeiten. Der Anblick dieses Giganten fasziniert mehr als alles andere. Zumal wir aus der perfekten Richtung kommen, um in unmittelbarer Nähe des beindruckende Aschekegels vorbeizufahren, der bei der letzten Eruption im Jahr 2017 entstanden ist.
50Wir erfahren dass Tinakula zu den aktivsten Vulkanen des Pazifischen Feuerrings gehört
und seit einem heftigen Ausbruch im Jahr 1971 sowie einer Tsunami-Welle unbewohnt ist
wobei die letzte größere Eruptionsphase erst im Jahr 2017 verzeichnet wurde. Wir be-
obachten die beeindruckenden Aschekegel und die karge Pioniervegetation an den Flan-
ken während uns die Experten die Entstehung dieses Inselbogens durch die Subduktion
der Australischen Platte erläutern.
