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Tag 21, Port Denarau / Fiji

Pünktlich um sieben Uhr morgens erreicht die HANSEATIC inspiration bei einem herrlichenSonnenaufgang den Ankerplatz vor Denarau Island.

Unsere Pünktlichkeit half aber nicht wirklich, denn da dies heute unsere offizielle Einreise nach Fiji war, musste zunächst die notwendige Einklarierung durch die örtlichen Behörden stattfinden und das Schiff von selbigen freigegeben werden. Erst dann können die Passagiere das Schiff verlassen und der Transfer mit den Tenderbooten zum Hafen kann beginnen. Leider ließen sich die Vertreter der Einreisebehörde extrem viel Zeit bis sie überhaupt am Schiff auftauchten, so dass die Tenderfahrten und somit auch unsere geplanten Ausflüge erst mit reichlich Verspätung starten konnten.

Als wir mit dem Tender in Port Denarau anlegten, waren wir quasi über Nacht wieder zurück in der "Zivilisation". Nach den Erlebnissen und Erfahrungen der letzten 3 Wochen fühlte es sich offen gestanden ein wenig unwirklich an. Es ist der letzte Tag unserer Schiffsreise, und dieses Bewußtsein trägt nicht unbedingt zu Hochstimmung bei.

Denarau Island ist eine künstlich angelegte Ferienhalbinsel. Sie gilt als das exklusivste und am besten erschlossene Urlaubsgebiet Fijis und dient als primäres Tor zu den umliegenden Inselgruppen. Das etwa 2,5 km² große Areal wurde ab den 1970er Jahren durch Landgewinnung aus ehemaligen Mangrovensümpfen erschaffen. Hier befinden sich zahlreiche Resorts, ein moderner Yachthafen sowie ein Golfplatz - alles eingebettet in eine gepflegte, tropische Landschaft. Bewohnt wird Denarou ausschließlich von wohlhabenden, zumeist europäischen Ausländern.
Die "Insel" ist über eine kurze Brücke mit dem Festland verbunden und liegt etwa 20 Minuten westlich vom internationalen Flughafen Nadi.

 

Die Wettervorhersage für den heutigen Vormittag traf leider zu, denn es goß wie aus Kübeln während der Tenderfahrt rüber zum Hafen. 
Für die meisten Passagiere stand heute nochmal einer der diversen Landausflüge an. Wir vier hatten uns für die Fahrt zu einer Kaffeefarm und den "majestätischen Dünen von Sigatoka" entschieden, die als erstes nationales Denkmal des Inselstaates unter Schutz stehen.
Kaum hatten wir die Brücke von Denarau zum "Festland" überquert, bekam Fiji ein völlig anderes Gesicht. Plötzlich bot sich uns ein Bild, das sehr wenig mit dem Luxus auf Denarau zu tun hat.

Die Fahrt zur Kaffeefarm dauerte knapp eine Stunde, während der uns Joe einiges über Fiji erzählte. Wichtigster Punkt war das Wort "Bula". Es ist primär ein herzlicher Gruß, der "Hallo", "Willkommen" oder "Gesundheit" bedeutet und Lebensfreude ausdrückt. Gefühlt haben wir heute 20.000 mal Bula sagen müssen, denn es gehört zum guten Ton auf Fiji, so ziemlich alles mit Bula zu kommentieren.

Empfangen wurden wir auf der Farm mit einer frischen Kokusnuss und reichlich Bula. Dann begann der Rundgang, bei dem wir einiges über den Kaffeeanbau auf Fiji gelernt haben. Zum Beispiel, dass Anbau und Ernte überwiegend durch Bauern in den Bergen geschieht. Die Weiterbearbeitung bis zum Endprodukt wird dann hier auf der Farm erledigt.

Zum Abschluß unseres Besuchs gab es natürlich noch eine Verkostung der verschiedenen Kaffeesorten und einen kleinen süßen Snack zu dazu. Dann ging es weiter zu den Sanddünen, wo uns eine "kleine" körperliche Herausforderung bevorstand.

 

Auf dem Weg von der Kaffeefarm zu den Sanddünen von Sigatoka hörte der Regen auf und die Sonne kam durch. Was natürlich zu einem nicht unerheblichen Temperaturanstieg und einer Luftfeuchtigkeit von über 90% führte. Und an den Dünen stand uns eine Zwei-Stunden Wanderung bevor!!! Ein Teil des Weges führte zwar durch einen dichten Mahagonie-Wald, aber trotzdem trieb es uns den Schweiß aus jeder Pore. 

Ein paar Fakten:

"Der Sigatoka Sand Dunes National Park auf Fidschis Hauptinsel Viti Levu ist ein 650ha großes Naturschutzgebiet, bekannt für seine bis zu 60 Meter hohen Wanderdünen. Die Dünen erstrecken sich über 5 km entlang der Küste und bestehen aus feinem, bräunlichem Sediment, das durch ein forstwirtschaftliches Programm mit Strandvegetation stabilisiert wird.
Man kann den Park auf zwei Hauptwegen – einem einstündigen (Yatole kaleka) und einem zweistündigen (Yatobalavu) – erkunden, die durch Trockenwälder und über die Dünen führen."

Aufgrund der Verzögerung am Morgen blieb für uns nur der einstündige Weg, worüber wir angesichts der inzwischen herrschenden klimatischen Bedingungen nicht wirklich böse waren. Als "Entschädigung" haben wir kurz vor Ende der Runde noch einige "fliegend Hunde" entdeckt, die faulenzend kopfüber im Baum hingen. 

 

Mit einem kleinen Zwischenstop an einem Shoppingcenter ging es dann zurück zum Hafen. Ehrlich gesagt war das keine besonders gute Idee, denn erstens war das Ding auf 18° runter gekühlt und wir alle nass geschwitzt vom Marsch in den Dünen, und zweitens mussten wir den letzten Tender erreichen. Es hat zum Glück geklappt, aber den Stop hätte man sich wirklich sparen können.

 

Zurück auf dem Schiff wurde es dann Zeit die Koffer zu packen, denn die müssen in der Nacht bis spätestens 2:00 Uhr vor der Kabinentür stehen.
Zum Abendessen hatten wir noch einmal eine Reservierung im Nikkei. Der perfekte Abschluß einer tollen Schiffsreise. Ganz zu Ende ist unser Trip in die Südsee ja noch nicht, doch dazu morgen mehr.....